BackTalk

Milborn

Das Bündnis bittet kluge Frauen & Männer zum Gespräch, um mit ihnen über Strategien gegen Rechts zu plaudern.

BackTalk # 8
Dienstag, 23. Februar 2010, 19 Uhr
Depot, Breite Gasse. 3, 1070 Wien, Eintritt frei.

Hikmet Kayahan im Gespräch mit der Journalistin & Autorin
Corinna Milborn

über die Ursachen des "Rechtsrucks" und Möglichkeiten dagegen zu steuern.

Detailierte Informationen über C. Milborn finden Sie hier.

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DAS BÜNDNIS verurteilt das Demonstrationsverbot für AntifaschistInnen & ruft zu Zivilcourage auf

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Am Freitag, 29. Jänner 2010, findet in der Wiener Hofburg – den Prunkräumen der Republik – der jährliche WKR-Ball statt. Veranstalter ist der Wiener Korporationsring (WKR) dem 21 deutschnationale Burschenschaften angehören. Sie stehen für völkischen Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung, haben ein extrem antisemitisches, homophobes, rassistisches und frauenfeindliches Weltbild und fungieren als Kaderstätte und Verbindungsglied zwischen legal organisiertem Rechtsextremismus und der militanten Neonaziszene.

Am Ball treffen und vernetzen sich, neben Burschenschaftern, FPÖ-PolitikerInnen, ehemalige NSDAP-Mitglieder und Vertreter rechtsextremer Parteien aus ganz Europa. Die FPÖ hilft den völkischen Burschenschaftern durch die Vermittlung einflussreicher Posten, die Erwirkung öffentlicher Förderungen und das Abdrehen missliebiger Staatsschutzberichte, sie vertreten deren politische Position und ihre Anliegen in der politischen Arena , oft mit Burschenschaftern selbst in hohen Partei- oder staatlichen Ämtern. Dadurch können sie die Anliegen der Deutschnationalen in parlamentarische Foren tragen, ihre rechtsextremen Ansichten in der Bevölkerung verbreiten und tragen maßgeblich zu dem immer rechteren Klima bei.

War es schon bisher skandalös, dass Rechtsextremen in den Repräsentationsräumen der Republik Raum geboten wird, ist das diesjährige Verbot einer Gegendemonstration von AntifaschistInnen einfach unerträglich und stellt einen Bruch der verfassungsmäßig garantierten Rechte auf Versammlungsfreiheit dar. Das Schweigen der offiziellen Politik zeigt wieder einmal, wie ernst sonst so gerne verwendete Ausrufe wie „Wehret den Anfängen!“ oder „Niemals wieder!“ tatsächlich genommen werden.

„DAS BÜNDNIS für Menschenrechte & Zivilcourage - gegen Diskriminierung & Extremismus“ verurteilt das demokratiefeindliche Verbot der Exekutive auf das Schärfste und verwehrt sich dagegen, dass antifaschistisches Engagement kriminalisiert wird, während die Polizei Rechtsextreme schützt – auf Kosten der SteuerzahlerInnen übrigens, denn nicht die Veranstalter zahlen den Polizeieinsatz, sondern die Allgemeinheit.

Wo öffentliche Institutionen so eklatant versagen, ist umso mehr die Zivilgesellschaft gefordert! Denn „der Nationalsozialismus hat sich vorsichtig, in kleinen Dosen, durchgesetzt – man hat immer ein bisschen gewartet, bis das Gewissen der Welt die nächste Disis vertrug“! (Stefan Zweig)

Deshalb ruft das „DAS BÜNDNIS für Menschenrechte & Zivilcourage - gegen Diskriminierung & Extremismus“ alle demokratischen Kräfte dazu auf, klar Position zu beziehen und unterstützt die Proteste. Es ist mehr als Zeit, „Beweist durch die Tat, daß Ihr anders denkt! Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, eh‘ es zu spät ist.“ (Weiße Rose, Flugblatt V, Januar 1943)

Deshalb:

Demonstrieren gegen rechten Stumpfsinn
(behördlich genehmigte Veranstaltung)
29.01.2010, Beginn um 17 Uhr am Christian-Broda Platz (Europaplatz/Westbahnhof)

Lesen gegen rechten Stumpfsinn
(behördlich genehmigte Veranstaltung)
29.01.2010, 19:30 Uhr, Wien 1, Albertinaplatz

Weitere Aktionen & weiterführende Informationen:
http://nowkr.wordpress.com/


BÜNDNIS für Menschenrechte & Zivilcourage -
gegen Diskriminierung & Extremismus
Wien, 28.01.2010

BackTalk - Das Magazin

13.12.2009 :: Isolde Charim
Das Minarett: Ein Zeichen für alle Ängste und Mythen
Ein Kommentar zum Minarettverbot in der Schweiz

09.08.2009 :: Georg Schober
Wird der Mohr im Hemd zum Gurkerl im Knie?
Einige Gedanken zum Umgang mit sprachlichen Rassismen.

07.08.2009 :: Verena Krausneker
Mach dir nicht ins Hemd
Vielfältig sind die zum Besten gegebenen Rezepte in der Diskussion um die Bezeichnung einer österreichischen Mehlspeise. Aus soziolinguistischer Sicht ist verblüffend, wie kurz die meisten dieser Argumentationsversuche greifen.

17.07.2009 :: Heribert Schiedel
(Außer-)Parlamentarische Rechte:
Wie aus einem Neonazi-Skandal ein „Spitzelskandal“ wird…

Keine Steuergelder für rassistische Hetze!

1237286750834Der Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, Dennis Russell Davies, hat eine Anzeige gegen den Ring freiheitlicher Jugend (RFJ) erstattet. Ein Aufkleber, der eine Zigarettenschachtel und die Aufschrift "Gemischte Sorte - Zuwanderung kann tödlich sein" zeigt, hat den Künstler dazu veranlasst, berichteten Medien am Freitag den 3. April 2009 (Der Standard, Die Presse, Salzburger Nachrichten). Er fühlt sich "zutiefst diskriminiert".

Wir fühlen uns aber nicht nur diskriminiert, sondern sind auch empört, dass solche Hetze auch noch von unserem Steuergeld finanziert wird!

Deshalb startet Das Bündnis mit Samstag, 4. April 2009, 18 Uhr, eine Mail-Protestkampagne, gerichtet an den oberösterreichischen Landeshauptmann Pühringer, mit der Forderung die Förderung des RFJ umgehend einzustellen und auch die bereits gewährten 20.000 Euro zurück zu fordern. Die Aktivitäten des RFJ Oberösterreich sind eindeutig rassistisch hetzerisch, menschverachtend und demokratiefeindlich!

Die Zivilgesellschaft darf nicht wegsehen! Mit Deinem Protestmail zeigst Du, dass zivilgesellschaftliches Engagement etwas bewirken kann! Es ist Zeit zu handeln! - Jetz!

protest-banner

:: Sollte sich der Maillink nicht automatisch öffnen, dann klicken Sie bitte hier, um das Protestmail manuell zu verschicken. ::

>> Hintergrundinfos zum RFJ gibt es hier!

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Protestmails an LH Pühringer seit Beginn der Kampagne
am Samstag, 4. April 2009, 18 Uhr!

Seit Montag, 20. April, gibt es nun auch die erste offizielle Reaktion aus OÖ. Hier finden Sie die Antwort aus OÖ.


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